Waldinvestment

Etwas Gutes tun und gleichzeitig Geld damit verdienen. Wünscht sich das nicht der Grossteil der Anleger. Investments in Wälder, sogenannte Waldinvestments, versprechen diesen Spagat zu meistern. Hier soll man mit edlen Hölzern Geld verdienen und gleichzeitig etwas Gutes tun. Doch auch bei den Waldinvestments gibt es Risiken, die es zu überlegen gibt. Nicht alle Investments sind sehr durchsichtig und müssen genauer unter die Lupe genommen werden. Die Waldinvestments versprechen eine attraktive Rendite, die als krisensicher und inflationsstabil gilt.

Die Waldinvestments sind unabhängig von den Achterbahnfahrten der heimischen und weltweiten Börsen. Der ökologische und soziale Nutzen der Bäume ist allgemein der breiten Öffentlichkeit bekannt. Bäume sind Helfer des Klimaschutzes, verringern die Erosion und bieten Schutz für heimische Tierarten. Dadurch und auf die Aussicht attraktiver Renditen boomt das Waldinvestment.

Das Waldinvestment ist am deutschen Beteiligungsmarkt, in Form geschlossener Fonds zu finden. Wie schon bei den geschlossenen Fonds im Schiffs- und Immobilienbereich gibt es hier eine Fülle von Angeboten, die alle mit unterschiedlichen Konditionen aufwarten. So gibt es auch unterschiedliche Versprechungen und eine größere Spannbreite von Risiken. So versprechen Waldinvestments von unterschiedlichen Anbietern 3 bis 15 Prozent.

Im Gegensatz zu Aktien sind die Investments in Wälder nicht als kurzfristig zu sehen, denn Ergebnisse sind bei dieser Anlage erst nach 7 bis 12 Jahren zu erwarten. Bei vielen Investments ist sogar eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren erwarten. Man braucht hier als Anleger also eine Menge Geduld. Im seltensten Fall schütten die Waldinvestments laufende Erträge aus. In der Regel findet die Ausschüttung zum Ende des Waldinvestments aus. Die Ausschüttungen resultieren aus dem Verkauf der Wälder oder der Waldgrundstücke.

In Amerika sind die Waldinvestments längst zur Anlagekultur gereift. Größere Universitäten, Pensionskassen oder Stiftungen gehören zu den größten Waldbesitzern waldweit. Auch deutsche Versicherungsgesellschaften, die diversifizierte Anlagen für Ihre Altersvorsorgeprodukte, wie die Riester Rente, suchen, beschäftigen sich mit dem Thema der Waldinvestments.

Die meisten Waldinvestments werben mit grüner Rendite und mit dem Öko-Siegel. Aber nicht alle dieser Investments sind streng ökologisch. Hier muss an die Bewirtschaftung der Wälder genau unter die Lupe nehmen. Durch die anhaltende Nachfrage nach Holz als Baumaterial, als Basis für Papier oder als Brennstoff ist das Umfeld für ein Waldinvestment nahezu ideal. Obwohl der ökologische Grundanstrich und die versprochene Rendite sehr attraktiv anzusehen sind, sollte auch das Risiko in ein solches Investments nicht unterschätzt werden. Es kann natürlich, wie bei vielen geschlossenen Fonds, passieren, dass ein Kapitaleinsatz komplett verloren geht.

Ein hohes Risiko haben Projekte, die relativ klein sind und keine große Transparenz zeigen. Bei vielen Angeboten, die ein Direktinvestment darstellen, handelt es sich um Angebote des grauen Kapitalmarktes, die außerhalb staatlicher Aufsicht agieren. Hier muss der Verbraucher also selbst einschätzen, wie seriös und sicher das Angebot ist. Wem der geschlossene Fonds zu riskant ist, dem bieten Investmentfonds Alternativen. Auch hier gibt es Aktienfonds, die vornehmlich in Firmen investieren, die im Bereich der Forstwirtschaft und Wälder involviert sind. Also auch, wenn das Gebiet der Waldinvestments nicht so einfach wie das Festgeld oder Tagesgeld ist, so ist es doch zumindest so interessant, dass man einen Blick darauf werfen sollte.